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Im Zentrum steht der Schutz von Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt: Schädliche oder beeinträchtigende Auswirkungen auf Lebewesen und deren Lebensgrundlagen sind so gering wie möglich zu halten. Ebenso verfolgt die Gesetzgebung das Ziel, Rohstoff- und Energieressourcen zu schonen, den Verbrauch an Deponievolumen zu minimieren und sicherzustellen, dass nicht verwertbare Abfälle keine Gefährdung für zukünftige Generationen darstellen.

Die Sammlung des Restmülls erfolgt im Burgenland im Rahmen eines Holsystems – das heißt, der Müll wird direkt bei den Haushalten abgeholt. Die Organisation und Koordination übernimmt der Burgenländische Müllverband (BMV), der eine verlässliche und flächendeckende Entsorgung sicherstellt – damit unsere Mülltonnen nicht überquellen.

Das Burgenland ist dazu in vier Sammelgebiete unterteilt. Der Hausmüll wird dezentral erfasst und anschließend zu den regionalen Sammelzentren in Großhöflein, Gols und Oberwart transportiert. Von dort gelangt er mit Großraumtransportern zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage in Oberpullendorf.

Dort durchläuft der Restmüll zunächst ein Spiralwellensieb sowie ein nachgelagertes Trommelsieb, um verschiedene Fraktionen vorzusortieren. Anschließend wird das verbliebene Material in der Rottephase gelagert. In diesem biologischen Behandlungsprozess werden biogene Stoffe durch mikrobiellen Abbau ausgegast, um die Umweltbelastung zu reduzieren und die Stabilität des Reststoffs zu erhöhen.

Durch diese Kombination aus mechanischer und biologischer Behandlung wird sichergestellt, dass der burgenländische Restmüll umweltgerecht und nach höchsten technischen Standards verarbeitet wird – ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Abfallwirtschaft im Burgenland.

Die getrennte Sammlung von Altpapier hat im Burgenland eine lange Tradition: Bereits seit 1973 wird Papier und Karton flächendeckend erfasst. Im Jahr 2023 konnten beeindruckende 22.782 Tonnen gesammelt werden.

Papier- und Pappeabfälle machen rund 27 Prozent des Hausmüllvolumens aus – damit zählen sie zu den größten Fraktionen im Abfallaufkommen privater Haushalte. Umso bedeutender ist ihre getrennte Erfassung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Die Sammlung und Abfuhr erfolgt im Auftrag des Burgenländischen Müllverbands (BMV) durch die Umweltdienst Burgenland GmbH. Das gesammelte Altpapier wird als wertvoller Sekundärrohstoff der Papier- und Zellstoffindustrie zugeführt – und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und CO₂-Einsparung.

Die getrennte Sammlung von Altglas wird im Burgenland bereits seit 1978 flächendeckend durchgeführt. Im Jahr 2023 konnten insgesamt 10.176 Tonnen Altglas erfasst werden – getrennt nach Weiß- und Buntglas.

Das gesammelte Glas wird von der Austria Glas Recycling GmbH übernommen und an glaserzeugende Betriebe zur Wiederverwertung geliefert. Altglas ist ein wertvoller Rohstoff, der nahezu verlustfrei recycelt werden kann – und somit wesentlich zur Ressourcenschonung beiträgt.

Für die Bevölkerung stehen im gesamten Burgenland lärmgedämmte Glascontainer mit spezialisierten Einwurföffnungen zur Verfügung. Diese sorgen für eine benutzerfreundliche und umweltschonende Entsorgung – direkt vor Ort, einfach und effizient.

Alttextilien gehören – sofern noch tragbar – in die dafür vorgesehenen Sammelcontainer, wie jene des Österreichischen Roten Kreuzes oder anderer sozial tätiger Organisationen.

Gut erhaltene Kleidung wird für die Katastrophenhilfe und soziale Projekte verwendet. Nicht mehr tragbare Textilien finden als Industrieputzlappen oder in der stofflichen Verwertung weiter Verwendung.

Im Burgenland werden pro Jahr rund 800 Tonnen Alttextilien gesammelt – ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung.

Wichtig: Alttextilien gehören nicht in den Restmüll – nur durch getrennte Sammlung kann ihre Wiederverwertung sichergestellt werden.

Im Burgenland werden Leicht- und Metallverpackungen gemeinsam im Gelben Sack gesammelt. Die Sammlung erfolgt im Holsystem durch die Verpackungskoordinierungsstelle GmbH (VKS) in Kooperation mit der Umweltdienst Burgenland GmbH und privaten Entsorgungsbetrieben.

Im Jahr 2023 wurden im Burgenland insgesamt 7.435 Tonnen Leichtverpackungen gesammelt. Zusätzlich erfasste man 1.611 Tonnen Metallverpackungen – ebenfalls über den Gelben Sack.

Wichtig: Altmetalle wie Töpfe, Schrauben oder Nägel gehören nicht in den Gelben Sack, sondern müssen zu den regionalen Abfallsammelstellen gebracht werden. Es sind keine Verpackungen.

Zur Entsorgung des Biomülls existiert seit 1995 im Burgenland ein flächendeckendes Holsystem. Seit Inkrafttreten der Verordnung über die getrennte Sammlung biogener Abfälle stehen der Bevölkerung zwei Mülltonnen – eine Biotonne für die kompostierbaren Abfälle und eine Restmülltonnne – zur Verfügung. Der Biomüll wird auf eigenen Biokompostanlagen in Welgersdorf und Großhöflein kompostiert. Im Jahr 2023 betrug das Sammelergebnis bei Biomüll 17200 Tonnen. Viele Haushalte im Burgenland verfügen über eigene Kompostplätze und verzichten daher auf die Biotonne.

Problemstoffe, wie z.B. Batterien, Farben, Lacke, Klebstoffe, Putzmittel, Medikamente, Altöle, Spraydosen, Leuchtstoffröhren etc., bergen aufgrund ihrer Zusammensetzung Gefahren für den Menschen und die Umwelt in sich. Sie dürfen daher nicht mit dem Hausmüll auf Deponien gelangen, sondern müssen sorgfältig getrennt und gesammelt werden. Viele der in den Problemstoffen enthaltenen Bestandteile können in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Jede Gemeinde im Burgenland verfügt über eine Problemstoffsammelstelle und betreibt diese. Die Entsorgung der Problemstoffe erfolgt im Auftrag des Burgenländischen Müllverbandes durch die Umweltdienst Burgenland GmbH.

Der Burgenländische Müllverband und die Burgenländische Landesregierung setzen sich aktiv für die Aufklärung und Information der Bevölkerung ein. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit sollen die Bürgerinnen und Bürger für die strategischen Ziele und Maßnahmen im Bereich der Abfallwirtschaft sensibilisiert werden. Das übergeordnete Ziel ist es, die Menschen zu einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Abfall zu motivieren und so einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.